Qualifikation – Was zeichnet eine gute Hundeschule aus?

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Geht es um die Hundeschule, dann haben praktisch alle Hundebesitzer, die erstmals einen Vierbeiner in ihrem Leben aufnehmen, Bedarf an dieser. Allein um das Verständnis für den Hund zu entwickeln, lohnt sich auf jeden Fall der Besuch der Hundeschule. Allerdings sind längst nicht alle Anbieter gleich gut und deshalb lohnt es sich, vorab zu schauen, was die Hundeschule bietet.

Eine gute Hundeschule bietet den Schnuppertermin

Auch beim Besuch der Hundeschule Loeb verlässt sich niemand gern blind auf das erste Angebot. Eine seriöse Hundeschule bietet einen unverbindlichen Termin an, in dem man sich gemeinsam mit dem Vierbeiner die Abläufe ansehen kann und sich auch von den Lehrmethoden ein Bild machen kann. Die Hundeschule sollte dazu ein kostenloses Probetraining anbieten und es sollte nicht sofort auf die verbindliche Teilnahme an Kursen gedrängt werden.

Die Hundeschule bietet theoretischen und praktischen Unterricht

Die Regeln, die die Hundeschule vorgibt, umzusetzen und mit dem Hund unter Aufsicht zu trainieren, ist der eine Weg zum Erfolg. Allerdings sollte jeder Hundehalter auch verstehen, weshalb er was mit seinem Hund macht. Dazu ist es wichtig, das Verhalten des Hundes zu verstehen, um dann bestimmte Erziehungsmethoden gezielt einsetzen zu können. Deshalb sollte die Hundeschule mit einem Konzept arbeiten, dass auch eine ausreichende Zahl von theoretischen Unterrichtsstunden beinhaltet, die letztlich dazu führen, dass der Hundehalter praktische Übungen mit einem genauen Sinn verknüpfen kann und das Hundeverhalten zu verstehen lernt.

Es sollte nur eine gewaltfreie Erziehung gelehrt werden

Die Gewalt darf niemals Bestandteil der Hundeerziehung sein – sowohl zu Hause wie auch in der Hundeschule. Gelegentlich werden immer noch vermeintlich hilfreiche Erziehungsunterstützungen wie das Würgehalsband oder das Stromhalsband auch von Profis empfohlen, um dem Hund Gehorsam beizubringen. Die Folge ist aber, dass das Vertrauensverhältnis zum Hund so zerstört wird und dass auch selbstbewusste Tiere ein Trauma erleiden und mit Verhaltensstörungen reagieren.

Diese Erziehung, basierend auf der Vorstellung, dass gewisse Hunderassen als durchsetzungsstarke Rassen eine besonders strenge Hand bei der Erziehung benötigen, ist komplett falsch. Hunde brauchen in der Erziehung ein konsequentes Verhalten des Halters und viel Geduld. Die gesamte Hundeerziehung in der Hundeschule sollte ohne Angst und Schmerz für das Tier ablaufen.

Es werden sowohl Einzel- wie auch Gruppenunterricht angeboten

Nicht immer vertragen sich alle Hunde problemlos mit ihren Artgenossen. Allerdings sollte auch ein Hundehalter, dessen Vierbeiner unangenehm auf andere Hunde reagiert – beispielsweise weil er nie richtig sozialisiert wurde – die Möglichkeit haben, stressfrei in eine Hundeschule zu gehen. Der Unterricht in der Gruppe kann für solche Halter und auch deren Hunde zu einer echten Belastung werden.

Deshalb sollte die gewählte Hundeschule auch Einzelunterricht anbieten. Das zeigt, dass auf die Bedürfnisse der Hunde und auch deren Haltern individuell eingegangen wird. Besonders problematische Hunde benötigen ein intensives Training und das sollte auch über einen längeren Zeitraum im Einzeltraining umsetzbar sein.

Die Trainingsgruppen haben eine angemessene Größe

Wird in einer großen Gruppe trainiert, kann der Trainer diese schlecht überblicken und übersieht auch den einen oder anderen Fehler, den ein Hundehalter macht. Zudem kann sich der Trainer nicht mehr individuellen Fragen widmen. Damit das Training für alle effektiv und zufriedenstellend ausfällt, sollte die Gruppengröße, in der trainiert wird, überschaubar sein.

Es sollte für alle Hunderassen die gleiche Akzeptanz bestehen

In einer guten Hundeschule wird der Unterricht für alle Rassen gleichermaßen angeboten. Das heißt, dass keine Rasse bevorzugt wird und natürlich auch keine abgelehnt wird. Auch der Chihuahua kann in einer Hundeschule lernen und sollte genauso als Hunderasse wahrgenommen werden wie beispielsweise ein Australian Shepherd.

Eine gute Hundeschule steht für jede Rasse offen. Dazu sollten die Gruppen in einer guten Hundeschule so zusammengestellt werden, dass rassespezifische Charakterzüge wie auch sonstige Voraussetzungen hier berücksichtigt werden.

Wechselnde Trainingsorte

Im anfänglichen Training reicht das Gelände, das die Hundeschule anbietet. Allerdings müssen Hund und Halter auch eine Bewährungsprobe für den Alltag trainieren. Dabei gilt es zu testen, wie der Hund beispielsweise in alltäglichen Situationen in der Stadt reagiert.

Damit Probleme im Alltag mit dem Hund nicht auftauchen und damit die Fortschritte in einem solchen Verhalten getestet werden können, sollte die Hundeschule auch öffentliche Trainingsplätze mit dem Halter besuchen.