Hundefutter: Hygienisch und richtig im Kühlschrank aufbewahren

Hundefutter in Kuehlgefrierkombination

Neben der Trockennahrung schätzt Ihr Hund die gelegentliche Gabe von Nassfutter. Viele Hundehalter kaufen kleine Portionen, da sie die Lagerung offener Dosen und Verpackungen vermeiden möchten. Die Mehrausgaben können Sie sich ersparen, in dem Sie angebrochene Verpackungen in Ihrer Kühlgefrierkombination lagern und eine größer Dose Hundenahrung in der Fütterung auf mehrere Tage aufteilen. In folgendem Artikel möchten wir Ihnen die Aufbewahrung von Nassfutter im Kühlschrank erläutern und Ihnen aufzeigen, dass Sie sich vor der gemeinsamen Lagerung von Hundenahrung und ihren Lebensmitteln keine Gedanken machen müssen.

Größere Verpackungen vermeiden unnötige Kosten

Bei Tiernahrung ist es nicht anders als bei Lebensmitteln, die Sie für sich und Ihre Familie kaufen. Single-Verpackungen sind im Kilopreis weitaus teurer als Großpackungen, wodurch Sie unnötig Geld ausgeben und Ihr Budget nicht optimal einsetzen. Lohnt es überhaupt, für einen kleinen Hund eine größere Dose Nassfutter zu kaufen und was passiert mit dem Rest, der nicht direkt nach der Öffnung verfüttert wird? Ganz wichtig: Entfernen Sie den gesamten Doseninhalt aus der Konserve und nutzen für die Aufbewahrung im Kühlschrank eine luftdicht verschließbare und hochwertige Verpackung aus Kunststoff. Wenn Sie das Futter in der Konserve belassen,

– entfaltet sich ein unangenehmer Geruch in Ihrer Kühlgefrierkombination,
– oxidiert die Dose und das Hundefutter bekommt einen blechernen Geschmack,
– ist die Verpackung nicht luftdicht,
– bewahren Sie die Tiernahrung nicht hygienisch auf.

Durch die Aufbewahrung in einer Tupperdose oder anderweitigen verschließbaren Dose aus Kunststoff haben Sie die Gewährleistung, dass Sie Ihrer Fellnase auch Tage nach der Konservenöffnung gutes und geschmacklich unverändertes Futter anbieten. Auch Sie profitieren von dieser Methode, da Ihr Käse, die Butter oder die Wurst im Kühlschrank nicht nach Hundefutter riechen oder gar schmecken. Der Kauf von Großpackungen erweist sich als optimale Lösung, selbst wenn Sie kleine Hunde ernähren und den Inhalt der Dose auf drei bis fünf Tage aufteilen möchten.

Chemische Reaktionen bei der Lagerung von Tiernahrung vermeiden

Sicherlich kennen Sie den Geruch. Wenn eine geöffnete Dose für einen halben Tag im Kühlschrank oder offen in der Küche steht, beginnt das Hundefutter unangenehm auszudünsten. Bei der starken Geruchsentwicklung handelt es sich um die Folge einer Oxidation, die im Zusammenspiel aus der Konserve im Kontakt mit Sauerstoff entsteht. Die Metall-Oxidation geht in die Tiernahrung über und führt zum Verderb des Nassfutters. Wenn Sie eine Dose innerhalb eines Tages aufbrauchen, ist das Risiko einer Oxidation nicht gegeben. Dennoch: Nutzen Sie selbst für kurze Zeiträume die Aufbewahrung in der Kühlgefrierkombination und lassen Feuchtnahrung nie bei Zimmertemperatur oder gar in der Sonne stehen.

Muss es unbedingt eine spezielle Hundefutter-Aufbewahrungsdose sein?

Im Zoofachhandel werden zahlreiche verschiedene Behälter für die Lagerung von Nassfutter im Kühlschrank angeboten. Sicherlich können Sie sich für eine derartige Kunststoffdose entscheiden, wobei Sie in der Regel weitaus mehr Geld ausgeben, als es beim Kauf einer gleichwertigen Verpackung aus dem Haushaltsbedarf der Fall ist. Die Kriterien für den Kauf eines Kunststoffbehälters zur Aufbewahrung feuchter Tiernahrung basieren auf folgenden Eigenschaften der Verpackung.

– luftdicht mit einem Deckel verschließbar
– frei von Phtalathen und anderen Weichmachern
– farbneutral, am besten transparent
– ausreichend groß, damit der Verschluss möglich ist

Sie können im Bereich Haushaltwaren nach einer Verpackung suchen und sich für einen Behälter entscheiden, der vom Füllvolumen her zu den von Ihnen gekauften Futterdosen passt. Am besten nutzen Sie einen Behälter, dessen Deckel neben dem normalen Klickverschluss zusätzlich mit einer Verankerung ausgestattet ist.

Fakten zur Fütterung gekühlter Hundenahrung

Die Aufbewahrung der Tiernahrung in einer Kühlgefrierkombination setzt voraus, dass Sie das Futter vor der Verbringung in den Napf auf Zimmertemperatur erwärmen. Bei größeren Portionen entnehmen Sie die Futtermenge, die Ihr Hund bei der nächsten Mahlzeit verzehrt. Erwärmen Sie nie die gesamte gelagerte Menge, da das Futter bei stetiger Unterbrechung der Kühlkette ranzig und ungenießbar wird. Direkt aus dem Kühlschrank gegebenes Hundefutter begünstigt Verdauungsprobleme und führt zu schlimmen Durchfällen und Erbrechen. Um die Fütterung bei Zimmertemperatur vorzunehmen, entnehmen Sie also die gewünschte Portion und beschleunigen die Erwärmung, in dem Sie das Hundefutter auf einem flachen Teller ausbreiten und eine halbe Stunde bei Zimmertemperatur stehen lassen.

Einfrieren von frischer Tiernahrung möglich?

Nicht nur beim Barf, sondern auch bei frischem Hundefutter vom Fleischer ist der Kauf großer Mengen oftmals die günstigste und einzige Möglichkeit. Für die Lagerung von mehr als fünf Tagen sollten Sie sich nicht auf den Kühlschrank verlassen. Hier ist es sinnvoll, den Gefrierteil der Kühlgefrierkombination zu verwenden und die Portionen bereits vor dem Einfrieren so aufzuteilen, dass Sie das Hundefutter portionsweise entnehmen und verfüttern können. Beim Einfrieren gilt das Gleiche wie bei der Lagerung im Kühlschrank. Nur eine völlig luftdichte Verpackung beugt Gefrierbrand vor und hält das Nassfutter frisch. Sollten Sie beim Herausnehmen Eiskristalle oder die Bildung einer dicken an Schnee erinnernden Schicht entdecken, verfüttern Sie diese Portion nicht. Die Bildung von Eiskristallen und Schnee innerhalb der Verpackung ist ein Indiz dafür, dass die Aufbewahrung nicht luftdicht und damit nicht hygienisch erfolgte.

Hygiene: Lebensmittel und Tiernahrung im selben Kühlschrank

Das größte Problem vieler Tierhalter ist die Frage, ob der Geruch des Hundefutters in die Lebensmittel zieht und so für einen unangenehmen „Beigeschmack“ sorgt. In einer luftdichten Verpackung ist diese Problematik nicht vorhanden, da das Nassfutter für den Vierbeiner nicht ausdünstet und somit nicht in die Lebensmittel ziehen kann. Um die Hygiene in vollem Umfang einzuhalten, müssen die Hände zwischen dem Hantieren mit Hundefutter und der Entnahme von Lebensmitteln gereinigt werden. Wichtig: An der Außenseite der Hundefutter-Aufbewahrung dürfen keine Futterreste haften. Eine Kontrolle und die eventuelle Reinigung der Verpackung von außen sollten vor der Verbringung in den Kühlschrank erfolgen.

Hundehalter dürfen aufatmen. Futtermittel im Kühlschrank aufbewahren ist kein Problem und mit der richtigen Verpackung auch nicht unhygienisch. Die Tiernahrung hält bedeutend länger und Sie müssen keine kleinen und überteuerten Verpackungen von Hundefutter kaufen.